Sören Engel

Søren Engel
Søren Engel

Vita

1979 in Schleswig-Holstein geboren
1980 Umzug nach Hamburg, dort aufgewachsen zur Schule gegangen
1996 – 1999 Ausbildung zum Tischler in Hamburg
2000 Fachabitur Grafik und Farbe in Hamburg
2001 – 2003 bei Erich Gerer in Hamburg gearbeitet
2003 Beginn der freischaffenden Tätigkeit am Bullerdeich, Hamburg
2004 Gastarbeiter in der Galerie Geisinger und Freunde in Blankenese, Hamburg
2005 Eröffnung Atelier Wildes Moor, Hamburg
2007 – 2008 Arbeitsbeteiligung Frank Raendchen „…für München“. BMW Welt. München
2010 – 2011 Arbeitsbeteiligung Mathias Kadolph u. A. „Eine Arche fürs Urstromtal“ Drehstedt
seit 2010 Entwicklung und Ausarbeitung der Kunstform „Schichtschnitte“
seit 2015 lebt und arbeitet Engel mit seiner Frau und zwei Kindern in Möhnsen, Schleswig Holstein

Studienreisen seit 2005:
Albanien, England, Georgien, Griechenland, Irland, Kanada, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Schweden, Schweiz, Slovakei, Slowenien, U.S.A.

Ausstellungen und Arbeitsbeteiligungen (Auszug)

seit 2017 – Dauerausstellung von Holzskulpturen, Galerie Abstrakte Momente, Dresden
2016 – Fabel-Hafte-Welt. Galerie Leibers, (Schichtschnitte),Dersau
2014 – Zehn Jahre Progression, Kontorhaus Wallhof,(Schichtschnitte), Hamburg
2012 – Sichtbarkeit. Brahmskontor, (Schichtschnitte). Hamburg
2011 – Arbeitsbeteiligung Mathias Kadolph, (Skulptur) “Eine Arche fürs Urstromtal”. Drestedt
2009 – Made in St. Pauli. Galerie im Treppenhaus (Skulptur). Hamburg
2007/2008 – Arbeitsbeteiligung Frank Raendchen, (Skulptur) „…für München“. BMW Welt. München
2006 – Künstlerhaus Dosenfabrik,(Skulptur), Hamburg
2005 – Sommerausstellung, Galerie Treibhaus, (Skulptur), Dresden
2004 – Natur fast pur, Galerie Scorpion, (Skulptur,) Hamburg

Der Künstler

Søren Engel — der elementare Künstler

Für Søren Engel ist Kunst nicht einfach nur ein von der Realität losgelöster Schaffensprozess, in dem er sich in ein Atelier, gleich einem Schneckenhaus, zurückzieht. Für den naturverbundenen Norddeutschen ist Kunst seine ganz eigene Art und Weise, Mensch zu sein. Das bedeutet nichts anderes, als ein Teil der Natur zu sein, von ihr zu nehmen, ihr zu geben und mit ihr Hand in Hand zu arbeiten. In seinen Skulpturen spiegelt sich seine pragmatische Vision vom umsichtigen ökologischen Fußabdruck daher auch auf mehreren Ebenen wider.

Seine Kunst ist nachhaltig, oft aus Hölzern hergestellt, die er bei seinen Erkundungen in regionalen Wäldern und Landschaften findet, diese Herkunft ist bei viele seiner Kunstwerke in den Werksdaten angegeben. Auf diese Art ermöglicht es der Bildhauer und Musiker den Liebhabern seiner Arbeit, genau nachzuvollziehen woher seine Materialien stammen und wie sie dazu beitragen naturbewusste Kunst zu fördern.

Aspekte seiner nachhaltigen Lebensphilosophie finden sich aber nicht nur allein in den verwendeten Materialien, sondern auch als Metareferenzen in den Skulpturen selbst. So ist sein Schaffensprozess von improvisatorischem Denken gekennzeichnet, von der Orientierung am Holz selbst. Dabei entstehen individuelle und variable Formen, die die oftmals abstrakten Strukturen des organischen Werkstoffs verinnerlichen.

Einzigartige Skulpturen und Søren Engels Weg dorthin

Mit fortwährendem Künstlerdasein entwickelte Søren Engel, sein handwerkliches Können weiter und verlieh seinen Skulpturen vielfältigere und tiefsinnigere Formen. Anatomische und figurative Elemente wechseln sich mit den ursprünglich dynamischen Formen ab, ganz davon abhängig, wo der Holzbildhauer sein Material findet. Sammelt er es selbst an Alster oder Elbe auf, verknüpft er es gerne mit seinem künstlerischen Arbeitsprozess. Schweben ihm allerdings ganz bestimmte Materialien vor, ersteht er sie aber auch im klassischen Holzstoffhandel. So entstehen vollkommen individuelle Werke, die trotz ihrer Subjektivität stets Søren Engels eigene Handschrift tragen.

Schichtschnitte – die Symbiose von Grafik und Bildhauerei

Neben der Bildhauerei beschäftigt sich der Hamburger mit der Erschaffung Bildern, die er aufgrund der Art und Weise der Entstehung als „Schichtschnitte“ bezeichnet.
Bei dieser von ihm experimentell entwickelten Technik baut er zahlreiche Schichten aus Farbe Spachtel- und Füllmasse auf und nutzt herkömmliche Werkzeuge auf innovative Art, um diese Schichten künstlerisch wieder freizulegen.

Diesen Arbeiten widmet er neben der Bildhauerei zunehmend Zeit und Leidenschaft. Das Ergebnis zeigt sich in dreidimensionalen Oberflächen, faszinierender Farbigkeit und einem spannenden Einblick in die verschiedenen Materialschichten. Auch hier wandert der passionierte Bildhauer in seiner Berufung auf dem Grat zwischen Kunst und dem von ihm abgelehnten Kommerz und vermag es dabei virtuos, seine ganzheitliche Philosophie in seinen Kreationen zu umzusetzen.